Abschied

Bei der Abfahrt in Arthur’s Pass haben wir nochmals Glück mit dem Wetter und wir können auf dem Weg nach Christchurch die herrlichen Landschaften der Ostalpen Canterburys geniessen und einige Spaziergänge machen. Mit unserem perfekten Timing sind wir schliesslich auch gerade zur Lunchzeit in Sheffield beim Pie Shop. Am Nachmittag treffen wir in Christchurch ein. Bevor wir das Hostel aufsuchen, streifen wir noch ein bisschen durch die Innenstadt.

Seit dem Erdbeben vor rund einem Jahr ist allerdings das Zentrum geschlossen. Christchurch gibt sich zwar alle Mühe, trotz der Umstände etwas bieten zu können. Dennoch sind die Spuren des Erdbebens überall sichtbar und ein Blick durch die Absperrung zum Zentrum hinterlässt den Eindruck einer Geisterstadt. Die eingestürzte Kathedrale, die Hochhäuser, welche nun abgerissen werden müssen und Läden, welche seit dem Erdebeben nicht mehr betreten wurden und immer noch das Durcheinander zeigen, als wäre das Beben gerade erst gewesen wirken doch sehr trostlos auf uns.

Mit dem „Restart“ wurde aus Container ein Ersatzzentrum mit Läden und Cafés geschaffen. Ausserdem haben seit dem Beben die Quartiere ausserhalb des Zentrums an Bedeutung gewonnen. Aber ohne Zentrum scheint es, als hätte man der Stadt das Herz herausgerissen.

Abends beziehen wir dann unser Hostel, das Old Country House. Im hauseigenen Spa im Garten machen wir es uns gemütlich, bevor wir uns über das Sushi, welches wir in der Stadt zum Abendessen gekauft haben, hermachen. Mit einem guten Sekt beschliessen wir schliesslich unseren letzen Abend in Neuseeland. Eigentlich könnten die Ferien ruhig noch etwas andauern, aber eben, in ein paar Tagen wird auch uns der Alltag wieder haben.

Am 31. Januar geht’s schliesslich auf zum Fughafen, Auto abgeben, Gebäck zwischenlagern, dann noch ein paar Stunden in die Stadt, bevor wir schliesslich am Abend via Auckland nach Hongkong weiterreisen.

In Hongkong treffen wir früh morgens um 05:30 Uhr ein. Da wir das Hotelzimmer erst gegen Mittag beziehen können, essen wir erst mal ausgiebig Frühstück und machen einen Spaziergang. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf gibt’s noch etwas Shopping und ein gutes chinesisches Essen.

Den zweiten Tag machen wir einen weiteren Stadtbummel und gehen nochmals in ein gutes Dim Sum Restaurant. Gegen Abend treffen wir uns wieder mit Steffi. Ihrer Empfehlung folgend gehen wir in einen Teeladen, wo wir uns ein bisschen in die Geheimnisse des chinesischen Tees einweihen lassen. Nach einem Bummel durch den Nachtmarkt steht schliesslich Peking Ente auf dem Speiseplan für’s Nachtessen. Auch hierzu führt uns Steffi in ein gutes Lokal wo wir genüsslich die Ente verputzen. Zufrieden und mit vollem Magen verabschieden wir uns von Steffi.

Nun bliebt uns noch ein Tag in Hongkong, bevor wir wieder in die winterliche, sehr kalte Schweiz zurück fliegen. Na ja, immerhin können wir uns dort die Seele mit den vielen tollen Eindrücken und Erinnerungen, die wir auf dieser Reise gewonnen haben, wärmen.

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Schnell mal an die Westküste

Nach 2 Tagen auf dem Campground des Onuku Farm Backpackers heisst es Abschied nehmen – von Akaroa und Irja, Alan, Nina und Miro. Das machen wir auf die schmerzlose kurze Art, nur Meret vergiesst im Auto noch ein paar Tränen. Pughs fahren nun Heim Richtung Wellington und uns zeiht es für ein paar Tage an die Westküste. Wir nutzen das schöne Wetter um auf der Banks Peninsula der Summit Road entlang zu fahren, wo wir die tolle Aussicht auf Akaroa geniessen.

Die Fahrt von Akaroa an der Ostküste nach Greymouth an der Westküste offenbart einem die landschaftliche Vielfalt Neuseelands im Schnelldurchgang. Erst durchquert man die weite flache Ebene Canterburys bevor die trockenen Hänge der östlichen Alpen in die Höhe schiessen. Beim Arthurs Pass ist man mit etwas über 900 Meter im alpinen Gebirge und danach geht’s rasch runter zu den feuchten Tälern der Westküste mit viel Regenwald.

Auf der Ostseite machen wir in Sheffield halt beim offenbar besten Pie Shop Neuseelands – hier wird Dani wohl auch auf der Rückfahrt in ein paar Tagen wieder einen der köstlichen Pies essen. In Mitten der hügeligen Graslandschaften der Ostseite der Alpen kommen wir schliesslich zu den Castel Hills. Hier wurden schon viele Filme wie Herr der Ringe oder Narnja gedreht. Es handelt sich um von Wind und Wetter freigestellte Kalksteinformationen welche hier in der Gegend rumliegen. Mit einem Spaziergang erkunden wir das Gelände. Dann geht die Fahrt weiter auf den Arthurs Pass, wo wir in einem sehr gemütlichen Haus eines Youth Hostels Unterkunft finden.

Am nächsten Tag erreichen wir die Passhöhe des Arthur Passes, wo wir ein paar kurze Spaziergänge in der alpinen Landschaft machen. Danach geht’s bergab in Richtung Westküste. In Greymouth, einer nicht gerade sehenswerten Stadt machen wir Zwischenhalt auf dem Campingplatz. Abends geniessen wir eine feine Seefood Chowder im Speight’s Ale House.

Am kommenden Tag regnet es. Wir fahren etwas südwärts nach Hokitika – ein Ort den wir von unserer letzten Reise in bester Erinnerung haben. Aber auch hier ist bei Regen ein bisschen Flaute. Also nutzen wir die Zeit um im lokalen Kiwi-House endlich einmal ein paar echte Kiwis zu beobachten. Und tatsächlich – gerade ist Futterzeit und wir kriegen in einem abgedunkelten Raum zwei dieser komischen Vögel zu sehen. Denn Nachmittag verbringen wir auf einer Art Olma – hier gibt es Kühe, Pferde, Traktoren und Motorsägen zu bestaunen. Der Rummelplatz wirkt ein bisschen wie aus den 50er Jahren und die Männer messen sich im Baumstamm zersägen und Baumhacken während die Frauen dem Wettkampf um die schönsten Bohnen, Karotten und Muffins frönen. Dazwischen gibt’s Kaffee, Gebäck und Zuckerwatte.

Für die naturverbundenen Möchtegern-Künstler findet am Strand von Hokitika gerade das Driftwood and Sand Festival statt. Hier bastelt jeder der Lust hat etwas Schönes aus dem angeschwemmten Treibholz und Sand zusammen. Die Besucher können die Kunstwerke bestaunen und prämieren. Daneben besuchen wir noch ein paar Greenstone Manufakturen, wo Meret ganz interessiert die Greenstone-Carver beobachtet. Übernachtet wird im Birdsong Backpackers, in welchem der Host, selber Vater kleiner Kinder uns gleich die Familien-Suite zum Preis eines Doppelzimmers überlässt.

Am kommenden Tag unternehmen wir einen Ausflug zur Hokitika Gorge wo wir einen Spaziergang zu der Schlucht mit dem türkisfarbenen Wasser machen. Danach geht’s via Hokitika zurück zum Arthurs Pass. Wir machen noch einen Spaziergang zu schönen Wasserfällen und beziehen schliesslich wieder ein Zimmer im gemütliche Youth Hostel. Morgen geht’s dann runter nach Christchurch, wo wir schliesslich Abschied von Neuseeland nehmen werden – Leider!

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Der Süden, die Catlins und die Ostküste

Von Manapuri ging’s direkt nach Invercargill ganz im Süden. Der Weg führte uns weite Strecken über Farmland. In Invercargill nutzten wir die Gelegenheit für Einkäufe und genossen ein feines Nachtessen in einem gemütlichen Restaurant. Im Stadtmuseum konnten wir noch einiges über Maori-Kunst, Burt Monroe und Tuataras erfahren. Dort sahen wir tatsächlich noch den 100 jährigen Henry, welcher in diesem stolzen Alter zusammen mit der 80 jährigen Partnerin noch Nachkommen zeugte. Henry ist im übrigen ein Tuatara, welchen man auch tagsüber gut beobachten kann.

Von Invercargill führte unsere Reise weiter durch die Catlins im Südosten Neuseelands. Das Wetter wurde zu einem wichtigen Faktor. Manchmal waren wir dem schlechten Wetter voraus, manchmal hinterher und manchmal mittendrin. Am südlichsten Punkt auf dem Festland, dem Slope Point, hat uns der Wind benahe davon geblasen. In den Catlins wechseln sich hügeliges Farmland, typische Farn- und Laubwälder und bizarre Küstenabschnitte ab. Immer wieder gibt’s was zu sehen oder einen kurzen Spaziergang zu machen. Am zweiten Tag in den Catlins zeigte sich des Wetter etwas milder und wir konnten gemütlich auf den Nugget Point, eine felsiger Ausläufer ins Meer spazieren. Danach verliessen wir allmählich die Catlins in Richtung Dunedin.

Auf der Otage Peninsula bezogen wir in demselbem Backpackers Quartier wie vor sechs Jahren. Von dort aus unternahmen wir Ausflüge nach Dunedin, zu den Albatrossen und Seelöwen. Quasi als Schlechtwetterprogramm besuchten wir das Aquarium, in welchem es eine Art Unterwasserstreichelzoo gab. Hier konnte Meret nach belieben Muscheln, Krebse, Schnecken sowie Seegurken und –sterne streicheln. An einem Nachmittag war das Wetter so stürmisch, dass wir einen gemütlichen Nachmittag am Kaminfeuer des Backpackers einem Ausflug vorzogen.

Aber schon bald ging die Reise weiter entlang der Küste in Richtung Norden. Unterwegs besuchten wir noch die Überbleibsel der ersten Farm in Neuseeland aus den 1830er Jahren, so jung ist dieses Land. In Oamaru bezogen wir wegen den schlechten Wetteraussichten und den ausgebuchten Backpackers zum ersten Mal ein richtiges Hotel, das Criterion. Ein liebevoll restauriertes Hotel im viktorianischen Stil bei dem nebest dem Ambiente aus dem 19. Jahrhundert auch noch der Preis stimmte. Generell gibt’s in Oamaru viele Gebäude im viktorianischen und neoklassizistischen Stil, war doch die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts grösser als Los Angeles. Aber auch sonst gibt’s hier viel zu sehen: Pinguine, Seelöwen, Altes Hafenareal mit viel Kleingewerbe, eine super gute Bäckerei und Käserei, eine Whisky Destillerie, und liebevoll hergemachte Tante-Emma-Läden.

Nach der Nacht in Oamaru folgte eine sehr lange Fahrt der Küste hoch in Richtung Christchurch, genauer gesagt nach Akaroa, wo wir wieder mit den Pugh’s zusammentrafen. Die lange Fahrt unterbrachen wir bei Moeraki, wo sich das offenbar beste Restaurant der Südinsel befindet. Dort besorgten wir uns Take Away eine Portion Fish & Chips und die war wirklich sehr fein. Dann ging’s weiter zu den Moeraki Boulders. Ein weiterer Halt ging für ein Eis drauf und ein letzter für Spielplatz und Kaffee. Gegen Abend trafen wir dann endlich in Akaroa ein, wo Irja, Alan, Nina und Miro schon auf uns warteten.

Zwei Nächte verbringen wir hier auf dem Zeltplatz des Onuku Farm Backpackers. Hier erscheint alles ein bisschen zusammengebastelt und zusammengeflickt. Für uns ist das wohl der erste Campingplatz, welcher sich an einem Hang befindet, auf dem jedes Zelt und Cabin sein Plätzchen hat. Man kommt sich ein bisschen vor wie auf der Alp. Den Tag verbringen wir in Akaroa, wo wir ein bisschen rumschlendern, am Strand spielen oder das Museum und ein paar lokale Shops besuchen. Für Meret ist es natürlich ein Riesenspass, wieder mit ihren Cousins spielen zu können, aber auch die frei umher weidenden Schafe auf dem Campingplatz bereiten trotz der Sch… viel Freude. Leider ist die Zeit mit Irja, Alan, Nina und Miro bald schon wieder vorbei. Morgen heisst es Abschied nehmen und wir ziehen dann nochmals weiter in Richtung Westen, insofern das Wetter mitmacht.

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Milford Sound

Für unseren Besuch in Fjordland entscheiden wir uns für die Fahrt zum Milford Sound. Die Strasse zum Milford Sound ist eine Sackgasse, welche durch ein wunderschönes Tal mitten durch den Fiordland Nationalpark führt. Da es entlang der Strasse immer wieder kurze und lange Spaziergänge mit zum Teil spektakulären Aussichten gibt, entscheiden wir uns diese Reise in drei Tagen zu absolvieren. Die erste Nacht zelten wir am Lake Te Anau an windiger Lage. Unser Nachtessen wir beinahe weggeblassen. Kurz vor Sonnenuntergang lässt der Wind dann nach und wir geniessen einen schönen Strandspaziergang an diesem Bergsee.

Am nächsten Tag geht’s das Tal hoch. Wir unternehmen verschiedenen Spaziergänge und machen schliesslich in vor dem Homer Tunnel Halt, wo wir in der Homer Hut – einer Berghütte der Neuseeländischen Alpenclubs übernachten. Da gerade super Wetter ist und sich dies hier sehr schnell ändern kann, packen wir die Chance und fahren noch am gleichen Tag die restlichen 25 km runter zum Milford Sound und tatsächlich, wir sehen den Mitre Peak, die Ikone des Milford Sounds bei schönsten Wetter und blauem Himmel. Was einem hier erwartet, insbesondere auch die letzten 20 km nach dem Homer Tunnel das Tal hinunter, lässt sich fast nicht beschreiben, dass muss man einfach selber erlebt haben. Links und rechts erheben sich Felswände, mehrere 100 Meter in die Höhe, darüber hinab fällt in unzähligen Wasserfällen das Wasser in die Tiefe. Hier muss man einfach mehrere Male mit dem Auto zur Seite fahren und die ganze Aussicht ein bisschen auf sich wirken lassen.

Wieder zurück bei der Homer Hut unternehmen wir noch ein vorabendlichen Spaziergang ins Gertrud Valley, der Gertrud Saddle können wir leider nicht erklimmen, da im Moment Schnee liegt und das Ganze mit Meret ein bisschen zu gewagt wäre.

 

Am andern Tag unternehmen wir schliesslich eine Bootsfahrt auf dem Milford Sound und erleben so diese imposante Berg- und Wasserwelt hautnah. Mit vielen Eindrücken machen wir uns schliesslich wieder auf die Rückreise. Beim Portal zum Homer Tunnel erleben wir noch ein paar freche Keas. Meret gefallen diese dreisten Bergpapageien ganz besonderes. Wie wir von einem kurzen Spaziergang zum Auto zurückkehren sitzen diese Biester auch schon auf unserem Auto und machen sich am Gummi der Scheibenwischer zu schaffen, glücklicherweise ohne Folgen.

Die dritte Nacht auf unserem Milford Ausflug verbringen wir auf dem Gunn’s Camp im Hollyford Valley. Dieser etwas eigenartige Zeltplatz besteht unter anderem aus Cabins, welche ursprünglich Baracken für Bauarbeiter waren. Hier sollte Mitte letzten Jahrhunderts eine Strasse gebaut werden. Das Projekt wurde nie beendet und so wurde das Dorf der Bauarbeiter später zum Camping umfunktioniert. Im kleinen Museum erhält man viele Information über dieses wilde Tal, seine ersten Siedler und den Bau des Homer Tunnels, welcher den Milford Sound erst so richtig für den Tourismus zugänglich machte. Auch ein paar wirklich eindrückliche Urwaldspaziergänge kann man hier machen. Am anderen Morgen zeigt sich dann aber auch die Schattenseite dieses einmaligen Ortes. Wieder einmal wimmelt es nur so von Sandflies und wir sind froh als wir das Zelt zusammengepackt haben und mit dem Auto davonbrausen konnten.

Auf dem Rückweg bestiegen wir in einer dreistündigen Wanderung noch den Key Summit, von welchem man eine herrliche Rundsicht über die Bergwelt hat. Danach ging’s das Tal hinunter in Richtung Te Anau und Manapouri. Schliesslich wollen wir ja noch ganz in den Süden, nach Invercargill, aber davon ein ander Mal…

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Weiter südwärts nach Fjordland

Mit viel Wolken am Himmel verlassen wir Lake Tekapo in Richtung Lake Pukaki. Leider sieht das Wetter westwärts in Richtung Mount Cook nicht viel besser aus, dennoch entscheiden wir uns für die 55 km lange Fahrt entlang dem See ins Tal Richtung Berge. Gegen Mittag kommen wir schliesslich in Mount Cook NP an und werden mit Regen begrüsst. Schnell geht’s in DOC Informationcenter, wo wir uns über die Geschichte und Natur rund um den Mount Cook informieren. Für alle die’s nicht wissen: der Mount Cook ist der höchste Berg Neuseelands und Australiens.

Nach einem weiteren Capuccino klärt sich der Himmel langsam auf und wir fahren noch die letzten 2 km ins Hocker Valley, wo wir eine kurze Wanderungen machen und doch noch einen Blick auf den Mount Cook erhaschen können. So schön, wie auf unserem Rundflug im 2006 kriegen wir diesen allerdings nicht zu Gesicht. Dafür geniessen wir die neuseeländische Bergflora. Danach wechseln wir ins imposante Tasman Valley, wo wir ebenfalls eine Wanderung machen, welche uns auf eine Moräne hochführt. Von dort hat man eine herrliche Sicht auf den Tasman Gletscher mit dem grossen Gletschersee und auf der anderen Seite talwärts in das flache und Breite Tasman Valley, welches schliesslich im Lake Pukaki endet.

Danach geht die Fahrt zurück, denn Mount Cook ist eine Sackgasse. Übernachtet wird in Twizel, ein Ort welcher aus einem ursprünglichen Camp von Bauarbeitern entstanden ist. Leider ist wieder Regen angekündigt und so fahren wir am Tag darauf bei Dauerregen über den Lindispass hinüber nach Wanaka. Kurz nach Twizel machen wir noch Halt bei einer Lachszucht, welche sich die Kanäle der Stauseen für ihre Fischzucht zu nutze machen. Hier kann man frisches Lachssashimi geniessen.

In Wanaka verweilen wir für zwei Tage. Schliesslich ist dies einer unserer Lieblingsorte in Neuseeland. Wir machen einen Ausflug ans westliche Ende des Sees, wo wir für ein paar Stunden die Ruhe abseits der Touristenströme geniessen. Inzwischen haben Südwinde eingesetzt, welche von der Antarktis kaltes Wetter nach Neuseeland bringen. Der Kälteeinbruch lässt viele Berggipfel am Morgen der Abreise in einem weissen Schnee-Schleier erscheinen.

Nach Wanaka führt uns unsere Reise weiter Richtung Süden. Wir überqueren den Cardronapass, über welchen sich die Strasse durch ein schmales Tal zwischen Hängen mit brauen Tussock-Gräsern windet. Auf der Passhöhe angelangt, eröffnet sich uns der Blick nach Queenstown. Queenstown ist eine Art Touristenmekka für Freunde von Fun-Sportarten. Wir meiden diesen Ort. Dafür besuchen wir in der Nähe noch Arrowtown, eine altes Goldgräbernest, welches sein Potential inzwischen für Touristen zu nutzen weiss, aber dennoch ein Besuch wert ist. Hier erfahren wir viel über die Goldgräber, insbesondere die Siedler aus China, welche hier in einfachste Bauhausungen lebten. Aber noch am gleichen Tag geht unsere Reise weiter bis nach Te Anau – unser Ausgangsort für eine mehrtägige Reise tief in die Fjordlands zum Milford Sound, aber davon beim nächsten Mal…

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Ab in den Süden – Lake Tekapo

Nach drei Nächten verabschieden wir uns vom Woolshed und von der Golden Bay und ziehen weiter Richtung Süden. Der nächste Halt machen wir bei den Nelson Lakes, genauer beim Lake Rotoiti, die Heimat der Sandflies. Die Fahrt dorthin führt uns über die Takaka Hills und dann ein langes Tal hoch nach St. Arnaud. Als wir am Abend dort eintreffen, erwarten uns die Sandflies bereits blutgierig. Auf dem DOC Camping schlagen wir eilig unser Zelt auf und verziehen uns gleich wieder ans Seeufer, wo es wegen dem starken Wind kaum Sandflies, dafür Aale zu beobachten gibt. Das Abendessen nehmen wir in einem Sandflies-sicheren Restaurant ein. Zurück beim Zelt, sind inzwischen auch Irja, Alan, Nina und Miro eingetroffen. Wir verziehen uns nach einem langen Tag aber alle gleich ins Zelt zum Schlafen.

Am anderen Morgen unternehmen wir noch einen gemeinsamen Spaziergang durch den Wald, wie immer kindergerecht, und fahren auf eine Anhöhe, von welcher man eine gute Sicht über den Lake Rotoiti hat. Danach heisst es Abschied nehmen, von nun an gehen wir wieder getrennte Wege, die Pughs in Richtung Wellington, wir in Richtung Süden.

In Blenheim besuchen wir Hilary und Ken. Ken ist allerdings beruflich im Süden tätig und so bereitet uns Hilary einen warmen Empfang. Wir verbringen einen gemütlichen Abend und bekommen noch viele Tips für unsere Reise gen Süden. Da es ausser Weinkeller in Blenheim nicht viel zu sehen gibt, und diejenigen, welche wir besuchten, uns nicht zu überzeugen vermochten, fahren wir schnell weiter Richtung Süden.

Die Reise führt uns entlang von Farmland, Küstenabschnitten, einem Salzwerk und Felsen mit Seelöwen. Schliesslich landen wir gegen Abend in Kaikoura. Dort unternehmen wir einen kleinen Spaziergang an der Küste und Meret geniesst das Bad im Swimmingpool des Campingparks. Das Abendprogramm wird von zwei Kiwifamilien bestritten, welche ihr unbewachtes Abendessen einem riesigen Schwarm Möwen überlassen. Die Kinder lieben es, den Möwen nachzujagen, welche immer wieder versuchen, die viel zu schweren Koteletten weg zu tragen.

Der kommende Tag ist sehr, sehr langweilig für Meret. Wir haben uns nämlich vorgenommen einwenig Kilometer zu „bolzen“. So machen wir unser Lunchpicknick ein vorläufig letztes Mal am Meer, wo Meret sogleich ihr „Sändelizeug“ auspackt und gen Strand abmarschiert. Danach geht’s landeinwärts, wo wir Waipara passieren und uns noch beim „Mud House“ mit zwei Flaschen gutem Wein eindecken. Christchurch umfahren wir und nehmen gleich noch 100 km drauf und landen schliesslich in Geraldine – eher zufälligerweise – einem schmucken Örtchen im Landesinnern. Die Nacht verbringen wir auf dem Familiypark Camping im Zelt.

Am anderen Morgen decken wir uns in Geraldine mit dem Nötigsten ein. Wir unterlassen es natürlich nicht, im Barker’s was feines, Eingemachtes zu kaufen (ein Tip von Hilary). Danach fahren wir zirka 1,5 Stunden zum heutigen Tagesziel, Lake Tekapo. Entgegen des Pessimismus auf Grund der Wettervorhersage erwartet uns zu unserem Entzücken Postkartenwetter. Wir machen einen ersten Halt am See und beobachten die wild um sich knippsenden Japaner. Meret will natürlich sofort ihre Füsse im türkisblauen Lake Tekapo baden und so machen wir ein kleines Picknick am Strand.

Danach fahren wir, wir sind heute alle ein bisschen faul, hoch zum Mount John, wo wir die herrliche Rundsicht auf den Lake Tekapo und die Alpen geniessen. Anschliessend machen wir uns doch noch zu einem kurzen Spaziergang auf, Meret will aber unbedingt selber laufen und Eisenbahn spielen und so schaffen wir in einer Stunde etwa 900 Meter – hin und zurück. Na ja – macht ja auch nichts, denn immerhin konnten wir das schöne Wetter geniessen. Da wir wieder einmal gut schlafen möchten, haben wir uns heute im örtlichen Backpackers eingenistet, welches sich als sehr gepflegt und mit Briobahn, Lego und Spielküche als äusserst Meret-freundlich präsentiert. Morgen geht unsere Reise in die Berge in Richtung Mount Cook NP und Twizel weiter, aber davon ein ander Mal…

 

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Golden Bay

Nach unseren Campingferien am Abel Tasman führt uns die Reise weiter über die Takaka Hills nach Takaka an der Golden Bay. Dort beziehen wir in der Ligar Bay bei Tarakohe für drei Tage einen zum Ferienhaus umgebauten Woolshed. Nach dem Zelten fühlen wir uns hier wirklich richtig wohl. Das Haus hat einen grossen Aufenthaltsraum mit Küche, 5 Schlafzimmer, zwei Bäder und ein grosser BBQ-Grill. Sogar ein Internetanschluss ist vorhanden. Im gesamten Haus gibt es sicher 1000 Schafe, sei es als Bild, Foto, Figürchen oder auf Kissen und sonstigen Gegenständen. Der erste Abend an der Ligar Bay beschliessen wir mit einem ausgiebigen BBQ.

Der zweite Tag nutzen wir für einen Ausflug zum Farewell Spit. Dies ist der äusserste Punkt im Nordwesten der Südinsel am Ende der Golden Bay. Als erstes trinken wir eine Capuccino und geniessen die Aussicht auf den Spit – eine knapp 1 km breite und fast 30 km lange Landzunge, welche in den Ozean hineinragt.

Eine dreistündige Wanderung führt uns durch grasige Hügellandschaften und schliesslich gelangen wir zum Wharariki Beach, einem der vielleicht faszinierendsten Ecken Neuseelands. Wir haben blauen Himmel und dies wohl wegen dem sehr starken Südwind, der uns fast vom Strand bläst. Dafür geniessen wir die einzigartigen Gesteinsformationen am Strand, welche hier in tausenden von Jahren von Wind und Sand geschaffen wurden. Da gerade Ebbe ist, können wir durch den „Felsenpark“ hindurch spazieren und die vielen Gesteinsbrücken und Durchgänge bewundern. Nachdem wir ein bisschen vom Weg abgekommen sind, marschieren wir durch die Dünen zurück. Anschliessend sind wir sandgestrahlt und der ganze Körper fühlt sich an wie ein paniertes Schnitzel.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch ein paar Highlights der Golden Bay. In Collingwood wollte Anja unbedingt beim Rosy Glow Chocolate Shop was Süsses naschen. Im schon fast legendären Mussels Inn löschten wir unseren Durst mit hausgemachter Limonade und Ginger Beer. Danach ging die Fahrt weiter zu den Pupu Springs – einer der grössten Süsswasserquellen der südlichen Hemisphäre. Dieser Ort ist für die Maori heilig und auch Anja ist der Meinung, dass es sich hier um einen speziellen Kraftort handelt. Pro Sekunde schiessen hier rund 14 Kubikmeter bestes Trinkwasser aus dem Boden. Am liebsten würden wir gleich in das glasklare Wasser hineinspringen und uns den Schweiss und den Sand vom Wharariki Beach vom Leib spülen, aber leider ist das hier verboten. Also fahren wir wieder zurück in den Woolshed, wo uns eine erlösende Dusche und Spaghettis erwarten.

Am dritten Tag an der Golden Bay nutzen wir die Gelegenheit, mit den Kanus, welche beim Woolshed bereitstehen, ein bisschen zu Wasser zu verbringen. Alan und Daniel machen einen kurzen Trip um die Tata Islands und bestaunen die herrlichen Felsformationen mit einer Unzahl an Shags (Seevögel). Nach dem Bad im Meer ziehen wir uns ein bisschen zurück und gehen den Tag etwas ruhig an. Den Nachmittag nutzen wir um in Takaka ein Eis zu essen und uns mit dem Nötigsten zu versorgen. Anschliessend machen wir einen kurzen Spaziergang im nahe gelegenen Grove Scenic Reserve, wo man bizarre Kalksteinformationen ein einem Wald mit vielen Nikaupalmen besichtigen kann. Am Abend nutzten wir nochmals die Gelegenheit des Woolshed und bereiteten ein feines BBQ.

Morgen geht’s dann weiter südwärts nach Saint Arnaud zum Lake Rotoiti, wo uns sicher schon sehnsüchtig viele Sandflies erwarten, aber mehr davon ein ander Mal…

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Start auf der Südinsel – Abel Tasman Nationalpark

Ein Tag verbringen wir in Wellington. Dieser benutzen wir zum Waschen, Einkaufen, etwas Sushi essen und natürlich um die Art Gallery zu Besuchen. Meret fand es etwas seltsam, dass hier soviel Plastikverpackungen und Zeitungsständer herumstehen – na ja, die zeitgenössische Kunst in Neuseeland ist momentan in etwa gleich leicht zu verdauen wie in Zürich.

Am 30. geht’s dann ab auf die Fähre zur Südinsel. Das Wetter zeigt sich wieder einmal von der feuchten Seite und so verbringen wir die 3 ½ Stunden an Bord mit Kaffee trinken und ein bisschen surfen im Internet. Meret erfreute sich vor allem über den Spielplatz, tief im Bauch der Fähre in Deck 2. In Picton angekommen, übernehmen wir sogleich ein neues Mietauto, wieder ein Mazda 323, diesmal in stahlblau – ein wirklich gutes Auto dass wir gerne fahren, auch als ungeübte Fahrer.

Von Picton geht unsere Fahrt sogleich weiter in Richtung Nelson. Entlang der Marlboroug Sounds machen wir einen kurzen Halt bei einem Aussichtspunkt, wo Meret sogleich ihre ersten Erfahrungen mit einem hungrigen Weka macht. Unterwegs fahren wir vorbei am Ort Havelock, welcher sich selber als Hauptstadt der „green-lipped-mussels“ bezeichnet. Also isst Dani dort eine grosse Pfanne Muscheln.

In Nelson übernachten wir im Almond House Backpackers. Am anderen Morgen besuchen wir in Nelson den Wochenmarkt,  wo es regionale Produkte von frischen Beeren über Käse bis Greenstone-Anhänger zu kaufen gibt. Wir kosten von den kulinarischen Spezialitäten bevor unsere Reise weitergeht in Richtung Abel Tasman Nationalpark. Leider ist das Wetter immer noch recht regnerisch, trotzdem besteigen wir das Wassertaxi, welches uns zu unserem Zeltplatz, der Bark Bay im Abel Tasman Nationalpark führt. Die See ist sehr stürmisch und unsere Kleinsten sind froh, als wir endlich die Bark Bay erreichen. Nina fand es besser als Chilbi, wie das Jetboat über die Wellen hüpfte. Bei Regenwetter errichten wir unsere Zelte und bereiten im Schutz eines Notunterstandes unser Nachtessen zu. Es hat aufgehört zu regnen und wir machen es uns am Lagerfeuer bequem. Schliesslich ist ja Silvester! Leider beginnt es vor Jahreswechsel wieder zu regnen an und wir verziehen uns ins Zelt.

Trotz ungebrochenem Optimismus, was das Wetter während unserem Abel Tasman Abenteuer anbelangt beginnt 2012 nicht mit strahlendem Sonnenschein. Auf Dani’s Gesicht zeigen sich daher die bekannten Schlechtwetterfalten. Nina und Alan machen sich auf eine lange Wanderung zum Cleopatras Pool und zurück. Wir erforschen mit den Kleinen während der Ebbe die Krebslipopulation in der Bark Bay. Meret entwickelt schnell eine geschickte, wenn auch nicht sehr sanfte Technik um die kleinen Krabben mit der Hand zu fangen, schliesslich wollen die ja von ihr gestreichelt werden! Im Verlaufe des Tages wird es richtig schön sonnig und warm und wir geniessen den Strand und das Meer in vollen Zügen.

Am dritten Tag unseres Abel Tasman Abenteuers herrscht trockenes Wetter aber nun ist eine Magendarm-Seuche ausgebrochen. Die arme Irja sitzt bleich am Strand. Sie fährt zusammen mit unserem schweren Gepäck per Wassertaxi zur Onetahuti Bay, unserem nächsten Ziel. Alan, Nina, Dani, Anja und zu einem grossen Teil auch Miro wandern nach Onetahuti, Meret lässt sich lieber im Huckepack tragen. Schliesslich muss sie auch noch ein Mittagschläfchen machen, um danach fit zu sein für zwei Tage Non-Stop-Sändele am wunderschönen goldenen Sandstrand in der Onetahuti Bay.

Von nun an herrscht nämlich wunderschönes Golden Bay Wetter und wir verbringen die Zeit mit Baden und Strand-Skulpturen aus Schwemmholz machen. Dani macht mit Alan eine Tageswanderung zur Awaroa Loge, einem komfortablem Ressort mit Café, das sich auch am Abel Tasman Walk befindet. Am fünften Tag werden wir vom Wassertaxi wieder zurück nach Marahau geführt. Nun hatten wir doch sehr schönes Wetter für unser Abenteuer. Den Rest der Woche werden wir in Ligar Bay an der Golden Bay in einem Ferienhaus verbringen. Wir freuen uns auch schon auf eine warme Dusche, BBQ, ein kühles Bier und neue Abenteuer.

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Matiu/Somes Island

Unweit entfernt von NZ’s Hauptstadt im Wellington Harbor befindet sich Matiu/Somes Island. Eine kleine Insel mit einer bewegten Geschichte. Sie diente schon als Interniertenlager, Fliegerabwehrstützpunkt und Quarantänestation. Heute ist die Insel ein streng geschütztes Naturschutzgebiet, welche man von Mäusen, Ratten und sonstigen eingeschleppten Schädlingen befreit hat, um schliesslich gefährdete, endemische Tiere wieder anzusiedeln. Alan konnte für uns das Campieren auf der Insel organisieren. Nur gerade 12 Personen ist das campieren gestattet und bevor man auf die Insel darf, muss man eine strenge Sicherheits- resp. Biokontrolle über sich ergehen lassen. Das Department of Conservation (DOC) schaut äusserst peinlich, dass keine Schädlinge, sei es Tiere oder Pflanzen, auf der Insel eingeschleppt werden.

Wir erreichten die Insel im Laufe des Nachmittags und erstellten sogleich unsere Zelte. Nach einer kurzen Tea-Time ging’s auf eine erste Erkundungstour. Auf dem Gipfel der Insel trafen wir auf äusserst aggressive Möwen, denen man besser aus dem Wege geht. Auf dem Spaziergang durch den Busch gab’s zwar schöne Aussichten, aber leider nicht allzu viele Tiere zu sehen.

Nach dem Abendessen, Daniel kochte ein improvisiertes Risotto, nachdem die Kleinsten im Bett/Schalfsack waren, ging’s dann bewaffnet mit Taschenlampen auf Erkundungstour. Viele der seltenen Tiere, welche man natürlich gerne beobachtet, wenn man auf der Insel ist, sind nachtaktiv und äusserst lichtscheu. Als erste trafen wir auf jene Tiere, welche eigentlich fast am seltensten sind. Insgesamt konnten wir drei Tuataras beobachten. Tuataras sind Urechsen, welche nur in NZ anzutreffen und sehr selten sind. Die ca. 40 cm langen Tiere sehen ein bisschen aus wie eine Mischung zwischen Drachen und Dinosaurier. Nachdem Irja Gott-sei-Dank nicht auf ein solches Tier trat, waren wir sehr glücklich darüber, diese beobachten zu können.

Eigentlich wollten wir unten an der Küste noch die Heimkehr der blauen Pinguine beobachten; irgendwie wollte sich aber keines dieser scheuen Tiere zeigen. Nur Daniel, der natürlich wieder hinterher trödelte, konnte einen beobachten. Dafür gab es in den Büschen einige Geckos zu sehen, welche sich im Schutz der Nacht ans grosse Blätterfressen machten. Riesen-Wetas, komische Insekten die ein bisschen an Heuschrecken erinnern, sahen wir leider in der Nacht auch keine. Beim Zusammenpacken am anderen Morgen kam dann allerdings doch noch ganz unerwartet eines in den Windjacken zu Vorschein. Bevor wir am nächsten Morgen wieder Abschied von der Insel nehmen mussten, machten wir noch mal einen Spaziergang und konnten noch einige Eidechsen und Vögel beobachten.

Die kommenden zwei Tage nach unserem Ausflug auf Matiu/Some Island verbringen wir in Wellington, wo wir mal wieder Wäsche waschen, Einkäufe erledigen können und uns auf unsere Camping Ferien am Abel Tasman Nationalpark auf der Südinsel vorbereiten, aber davon ein ander Mal…

 

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Upper Hutt – Mangaroa

Die Weihnachtstage verbringen wir in Mangaroa, wo wir zu Gast bei Alans Mutter Jean und Grossmutter Pat sind. Hier werden wir sehr herzlich empfangen. Meret geniesst diese Tage sehr, da sie mit Nina und Miro endlich wieder einmal ein paar Kinder zum spielen hat. Ausserdem kann sie sich auf dem grossen Landsitz frei bewegen und es gibt jede Menge zu entdecken.

Alan kocht zu Heilig Abend ein ausgezeichnetes Fischmenü und Brian verköstigt uns am Weihnachtsmorgen mit herrlichen Pfannkuchen. Den Tag verbringen wir faulenzend, oder wir machen einen kleinen Ausflug in ein nahe gelegenes Naturreservat, wo wir uns im kühlen Nass eines Flusses austoben können. Traditioneller Weise gibt’s am Weihnachtstag Schinken mit Salat zum Abendessen. Dazwischen spielen wir eine Runde Croquet, welches uns von Brian beigebracht wird.

Irgendwann kommt dann auch noch ein bisschen Bauernhof-Feeling auf, sei es für Meret beim Hühnerfüttern mit Pat oder wenn wir alle zusammen gemeinsam versuchen zwei Kühe von der einen in die andere Wiese zu treiben. Früher waren es übrigens drei Kühe, aber Hazel musste leider vorzeitig von dieser Welt Abschied nehmen und landete am Stefanstag auf dem Grill. Mmmhh – die Burger von Jean waren einfach lecker und die Würste unter den Kindern heiss begehrt. Die Männer bevorzugten die Steaks – nur Pat brachte es nicht über’s Herz, von Hazel einen Happen zu geniessen.

Am 27. hiess es den Abschied nehmen und wir fuhren weiter nach Wellington, von wo aus wir mit der Pugh-Family zum nächsten Abenteuer – einen Ausflug auf die Matiu/Some Island im Wellington Harbor aufbrechen…

 

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Merry Christmas

Diese Jahr feiern wir Weihnachten mal ganz anders. Gestern sind wir in Upper Hut, Mangaroa angekommen, wo uns im Haus von Alan’s Mutter Jean und Grossmutter Pat ein herrliches Abendessen, zubereitet von Alan erwartete. Anschliessend gab’s Bescherung und ein Abend in gemütlicher Runde. Heute, am Weihnachtstag, genossen wir ein erfrischendes Bad in einem Fluss in der Nähe von Mangaroa. Nun erwartet uns noch das Weihnachtsmahl – Schinken – und anschliessend wird eine Partie Croquet gespielt.

Wir wünschen Euch allen eine frohes Weihnachtsfest und ein paar gemütliche Tage

Daniel + Anja + Meret

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Napier und weiter Richtung Süden

Den Morgen verbringen wir noch in Napier und bewundern ein bisschen die Architektur. Napier wurde 1931 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört. Danach wurde die ganze Stadt mehr oder weniger im damals trendigen Art Déco Stil wieder aufgebaut. Noch heute gilt Napier als eine der best erhaltenen Städte im Art Déco Stil.

Unsere Reise führt uns weiter Richtung Süden, wo wir zirka 20 km südlich von Napier auf den Temata Peak fahren, von wo aus man die prächtige Sicht über die Hawke’s Bay und Napier geniessen kann. Anschliessend geht die Fahrt über mehr oder weniger hügeliges Farmland, bis wir schliesslich in Masterton zum ersten Mal unser Zelt aufschlagen. Das Wetter zeigt auf Sonnenschein und so verbringen wir eine angenehme Nacht im Zelt. Allerdings war ich auch ziemlich wütend, da ich kurz vor dem ins Zelt kriechen feststellen musste, dass mein Pyjama immer noch in Napier war. Mein geliebtes, altes, löchrige Pyjama!

Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter an die Südküste der Nordinsel zum Cape Palliser. Dort führen unzählige Treppenstufen hoch zum Leuchtturm, von wo aus man eine gute Sicht auf die Südinsel Neuseelands hat. Unten am Strand bestaunten wir etliche uns unbekannte Pflanzen und Blumen und Meret hatte grosse Freude, die Seehunde zu beobachten. Die Strasse führte uns entlang der Küste, vorbei an kleinen Orten. In einem kleinen Nest glich der Bootsstrand einem Museum. Viele alte Oltimer Bagger werden dort dazu verwendet, die Boote ins und aus dem Wasser zu ziehen. Schliesslich erreichen wir unseren nächsten Platz zum Übernachten. Diesmal zelten wir auf einem etwas abgelegenen DOC Zeltplatz beim Putangirua Pinnacles Scenic Reserve. Dieser scheint bei Familien sehr beliebt zu sein, jedenfalls sind wir nicht die einzigen. Vor dem zu Bett gehen geniessen wir einen herrlichen Sonnenuntergang am Strand.

Am kommenden Morgen unternehmen wir eine kurze Wanderung zu den Putangirua Pinnacles, welche hier durch Erosion entstanden sind. Nach der Rückkehr zum Zeltplatz geht die Fahrt weiter nach Martinborough, wo wir in einer Winery ein paar lokale Weinspezialitäten degustieren. Schliesslich passieren wir den Rimutaka Range und erreichen Upper Hut, genauer gesagt Mangaroa, wo wir mit der Familie von Irja und Alan Weihnachten verbringen werden, aber mehr davon beim nächsten Mal.

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Te Urewera Nationalpark

Der rund 60 km von der Küste entfernte Te Urewera Nationalpark erstreckt sich rund um den Lake Waikaremoana. Da das Wetter weiterhin unstet ist, mieten wir für die Nacht ein gemütliches Holzhäuschen an den Ufern des Lake Waikaremoana. Am Mittwoch machen wir uns schliesslich auf, einige Pfade durch den urwaldigen Regenwald zu erkunden. Der Te Urewera Nationalpark hat wirklich für jeden Wanderer etwas zu bieten. Anstelle einer grossen Wanderung, entscheiden wir uns für unterschiedliche kleine Spaziergänge von je rund einer Stunde. So kann auch Meret „grosse“ Strecken zu Fuss zurücklegen.

Der erste Track führt uns durch dichten Urwald zu drei Wasserfällen. Wir sind fasziniert von der üppigen Vegetation in diesem feuchten Urwald. Der zweite Spaziergang führt uns wieder durch üppigen, dunklen Regenwald zu einem riesigen Ratabaum. Fasziniert von diesem uralten Koloss verweilen wir ein Augenblick und geniessen die Ruhe und frische Luft. Der dritte Weg führt uns zu einem Aussichtspunkt, von welchem man eine herrliche Übersicht über den Lake Waikaremoana hat.

Am Nachmittag verlassen wir schliesslich den Te Urewera Nationalpark wieder, um schliesslich nach einer längeren Fahrt in Napier unser Nachtlager zu beziehen.

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East Cape bis Gisborne

Trotz schlechten Wetterprognosen werden wir auch mit Sonne verwöhnt. Die Wolkenfenster nutzen wir mit Pausen am Strand. Sehr spontan entscheiden wir uns in Maraehako Bay zu übernachten. Hier treffen wir auf ein Backpacker Hostel wie aus dem Bilderbuch, ganz im Stil „Villa Kunterbunt“. Es befindet sich direkt am Strand und ist umgeben von Pohutakwabäumen und Nikaupalmen. Solange die Sonne scheint spielen wir am Strand. Nach dem Abendessen gehen wir schon bald schlafen. So sind wir am nächsten Tag schon früh wach für unsere Reise zum East Cape Lighthouse am östlichsten Punkt der Nordinsel.

Wir steigen aus dem Auto und ein eisiger, stürmischer Wind bläst uns um die Ohren. Diese Südostwinde sorgen nicht gerade für Sommerfeeling. In Faserpelz und Regenjacke eingepackt und Meret im Huckepack angeschnallt steigen wir den steilen Weg zum Leuchtturm empor. Das gibt warm! Oben angekommen geniessen wir trotz starkem Wind die Aussicht und das Gefühl, am östlichsten Punkt Neuseelands zu sein.

Zurück in Te Araroa machen wir uns auf die Suche nach Te-Waha-O-Rerekohu, dem ältesten Pohutakawa-Baum Neuseelands. Pohutakawa-Bäume sind stattliche Bäume mit knorrigen Ästen und sie tragen während dieser Jahreszeit rote, fedrige Blüten. Wir finden dann diesen angeblich 350 Jahre alten Baum und er ist wirklich sehr gross. Meret kann sich gar nicht mehr vom Spiel im Geäst des Baumes lösen.

In Tikitiki sind wir beeindruckt vom Inneren der St. Mary’s Church. Die 1924 erbaute kleine Kirche ist innen komplett mit Maori-Schnitzereien und Wandteppichen, ganz im Stil eines Marae (Maori-Gemeindehaus) verziert. An diesem Abend liegt unser Schlafplatz in Gisborne in der Jugendherberge. Hier bleiben wir zwei Nächte, schliesslich müssen wir auch mal Wäsche machen. Den Tag in Gisborne nutzen wir, um einen Ausflug zum Eastwoodhill Arboretum, einer Art botanischer Garten, zu machen. Leider bleibt uns auch heute die Sonne vorborgen, so dass wir die Parkanlage bei nieseldem Regen erkunden. Zurück in Gisborne bereiten wir uns einen feinen Znacht und gehen früh zu Bett, schliesslich wollen wir am kommenden Morgen den ganzen Weg zum Te Urewera Nationalpark unter die Räder nehmen.

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Bye Bye Hongkong – Kia ora Neuseeland

An unserem letzten Tag in Honkong frühstücken wir zuerst ausgiebig im Hotel. Danach schlendern wir durch den Blumenmarkt, den Vogelmarkt und den Goldfischmarkt. Danach ist es schon Zeit, mit der U-Bahn zurück zum Hotel zu fahren, wo wir unser Gebäck eingestellt haben um und dann per Taxi zum Flughafen chauffieren zu lassen.

Nach nur knapp 10 Stunden Flug landen wir in Auckland und kommen problemlos durch den Zoll. Wir sind aber noch nicht am Ziel! Nachdem wir unser Mietauto in Empfang genommen haben geht unsere Reise auf vier Rädern weiter in Richtung Rotorua. Dort angekommen fallen wir nach einem kühlen Old Speights (neuseeländisches Bier), Fish and Chips und Salat todmüde in unser weiches Bett im Funky Green Hostel.

Am nächsten Morgen begrüsst uns regnerisches, düsteres Wetter. Wir begeben uns zum International Airport von Rotorua um Irja abzuholen. Da wir sie sonst erst in etwa zwei Wochen sehen würden, reist sie heute von Wellington an um uns zu begrüssen und einen relaxten Tag in Rotorua zu verbringen. Da es immer noch regnet, beschliessen wir ins Thermalbad zu gehen. Rotorua liegt ja in einer geothermisch sehr aktiven Zone. Nach zwei entspannenden Stunden im Spa von Rotorua besuchen wir den Kuirau Park nahe beim Stadtzentrum, wo man allerlei Tümpel mit brodelndem Schlamm beobachten kann.

Am dritten Tag in Neuseeland besuchen wir Hell’s Gate, ein Ort wo man einen Spaziergang durch ein geothermisches Reservat machen kann und dabei allerlei blubbernde und zischende Löcher zu sehen bekommt. Anschliessend geht unsere Fahrt weiter Richtung Norden, wo wir in Whakatane an die Küste gelangen und unseren ersten Spaziergang entlang dem Meer machen.

In Whakatane decken wir uns noch mit den nötigsten Utensilien ein und fahren schliesslich zum Ohiwa Beach kurz vor Opotiki, wo wir uns auf einem Camping eine Cabin nehmen, da für die kommenden Nacht wieder starke Regenfälle erwartet werden. Ohiwa Beach ist ein langer Sandstrand, welcher zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt. Morgen wollen wir schliesslich in Richtung East Cape aufbrechen und hoffen sehr, dass das Wetter einigermassen mithält.

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